Unglückliche Saisonphase für die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg in der 2. Planet Cards Damen-Basketball-Bundesliga Süd: Nach der Heimniederlage gegen Mainz musste sich die Mannschaft von Cheftrainer Ulf Schabacker am Samstagnachmittag vor 150 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle auch dem TSV 1880 Wasserburg II nach Verlängerung geschlagen geben. 58:67 (28:28, 54:54) hieß es nach 45 umkämpften Minuten aus Sicht der Gastgeberinnen, die den ersten Rückschlag bereits vor der Begegnung hinnehmen mussten.

 

Eine im Abschlusstraining erlittene Sprunggelenksverletzung verdammte Spielmacherin Sandra Schrüfer zum Zusehen und zwang Headcoach Schabacker, seine Rotation den Umständen anzupassen. Umso größer die Schrecksekunde, als kurz vor der Halbzeitpause Schrüfers Vertreterin auf der Aufbauposition, Kathrin Gut, nach einer Korbaktion bei der Landung durch Kontakt mit ihrer Gegenspielerin umknickte und mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen blieb. 27:26 führten die Bambergerinnen zu diesem Zeitpunkt in einer Partie, die der gegen Mainz in vielen Punkten ähnelte. Mit ihrer Verteidigung legten die DJKlerinnen erneut eine solide Basis, im Angriff dagegen hakte es. „Unsere Ballbewegung war teilweise wieder eine Katastrophe und die Offensive an sich einfach zu statisch. Und wenn wir uns gute Chancen erarbeiten, gehen wir fahrlässig damit um“, bemängelte Schabacker neben einer Feldwurfquote von 27 Prozent die 23 teils völlig ohne Not produzierten Ballverluste. „Wir stehen defensiv absolut stabil gegen die athletische Porter-Talbert und größere Gegenspielerinnen, und bestrafen uns dann selbst, indem wir die Bälle teilweise noch in der eigenen Hälfte unkontrolliert wegwerfen. Einige Spielerinnen nehmen sich dann auch zu viel vor und verkrampfen. Aktuell fehlt uns einfach die nötige mentale Frische und Stärke.“

 

Wieder mit der leicht angeschlagenen Kathrin Gut starteten die Brose-Korbjägerinnen in die zweite Halbzeit, die sich zum Krimi entwickeln sollte. Wie schon zur Pause (28:28) stand es auch nach dem dritten Durchgang unentschieden (43:43). Und auch im Schlussviertel zeichnete sich erst eine Tendenz ab, als Tatjana Stemmer 180 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zum 46:52 aus DJK-Sicht traf und der anschließende Angriff der Gastgeberinnen in einem Ballverlust endete. Nach zwei Offensivrebounds lag das Momentum bei den Oberbayerinnen, doch zwei Balleroberungen und fünf schnelle Punkte gestalteten die Begegnung wieder völlig offen (51:52). Stemmer legte für die Zweitliga-Reserve des deutschen Meisters und Pokalsiegers vor, die aus Wasserburg nach Bamberg zurückgekehrte Daniela Vogel zog per Dreier nach – und es ging in die Verlängerung. Ein 0:8-Start in die fünf Extra-Minuten nagte allerdings weiter am Selbstvertrauen der im Angriff oftmals zu umständlich und eindimensional agierenden Schabacker-Schützlinge, sodass das 58:67 am Ende die dritte Saisonniederlage bedeutete.

 

„Es ist keine einfache Situation. Zu allem Überfluss sind wir jetzt auch noch personell gehandicapt, aber das soll keine Ausrede sein. Es ist natürlich bitter, zweimal in eigener Halle nach Verlängerung das Nachsehen zu haben, aber das müssen wir hinter uns lassen“, meinte Trainer Schabacker mit Blick auf das nun bevorstehende Auswärtsspiel bei den BasCats des USC Heidelberg (Sonntag, 15.00 Uhr). Zum nächsten Heimspiel und letzten Duell der Hinrunde empfangen die Bambergerinnen am Samstag, den 05. Dezember, um 16.30 Uhr die Rhein-Main Baskets in der Graf-Stauffenberg-Halle.

 

DJK Brose Bamberg: Cantrell (12), Vogel (12), Sokman (10), Gut (8), Lehnert (6), Jansone (4), Wagner (4), Hesselbarth (2), Nadolski
TSV 1880 Wasserburg II: Porter-Talbert (17), Thoresen (17), Stemmer (12), Munck (7), Hellauer (6), Luthardt (4), Schwab (2), Vujacic (2), Bayerl, Sattler

 

Foto: Daniel Löb